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Trollinger
Der spät reifende Trollinger wird in Deutschland nur in Württemberg angebaut. Er braucht tiefgründige, nährstoffreiche Böden, allerbeste Hanglage und viel Niederschläge in der Zeit zwischen Blüte und Reifung. In den letzten Jahrhunderten entwickelte er sich zu einer beliebten württembergischen Spezialität; zum Nationalgetränk der Württemberger. Wegen seines herzhaften Charakters genießt ihn der Schwabe gern zu deftig - rustikalen Speisen. Ob es um schwäbisches Vesper geht oder um einen Sonntagsbraten besonderer Art - beispielsweise Ragout vom Schurwälder Angusrind mit einer guten Trollinger Soße, Schupfnudeln und Gemüsebeilage - der Trollinger ist immer eine gute Ergänzung.
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Dornfelder
Der Dornfelder ist eine junge württembergische Rebsorte. Sie wurde von der Weinsberger Weinbauschule durch eine Kreuzung von Helfensteiner mit Heroldrebe gewonnen. Die großen, blauen Trauben bringen herrlich farbintensive Rotweine von kräftigem Körper. Der Dornfelder eignet sich zum Ausbau im kleinen, neuen Eichenfaß (Barrique) besonders gut. Als Essensbegleiter schätzt man ihn zu Geflügel, Wild und Lamm. Und wer nach der Devise handelt "was die Soße rundet, empfiehlt sich auch als begleitender Wein", wird bei Fasanenbrust mit Dornfeldersoße, Brokkoli und Waffelkartoffeln zusammen mit einem Gläschen Dornfelder voll auf seine Kosten kommen.
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Schwarzriesling / Pinot Meunier
Der Schwarzriesling stammt aus der Familie der Burgunderreben und wird bereits seit Jahrhunderten in Württemberg kultiviert. Die frühe Reife seiner Trauben macht ihn anspruchsloser an die Lage als Trollinger und Lemberger. Leuchtendes Rot, zarte Fülle und vollendete Harmonie sind die Hauptgründe für die Beliebtheit des Schwarzriesling - Weines. Dabei rücken seine Qualitäten besonders ins Licht, wenn man ihn zu Schmorgerichten - etwa von der Wildente - reicht. Hier kann er den typischen Geschmack von durchgebratenem Fleisch und einer Soße aus Rotwein und Rotweinessig zur wahren Freude steigern.
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Lemberger
Der Lemberger stellt ebenfalls hohe Ansprüche an die Lage. Deshalb kann er auch nur in begrenztem Umfang angebaut werden. Er steht mit einem intensiven Purpurrot im Glas. Sein Duft ist sehr markant. Im Geschmack ist er charaktervoll, nachhaltig mit feiner Tanninstruktur. Er verträgt sich besonders gut mit Lamm, Hase, Reh oder auch mit einem Frischlingsrücken. Sogar dann, wenn dieser - weit entfernt von klassischer Anrichtweise - eine Gänseblümchenkruste trägt und mit Mairitterlingen serviert wird.
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Spätburgunder
Der Spätburgunder wird als der König unter den Rotweinen bezeichnet. Purpurrot, körperreich, mit verhaltenem Feuer erfüllt der Spätburgunder auch höchste Ansprüche verwöhnter Weinkenner. Er bereichert die Tafel und ist ein freundlicher Begleiter bei besinnlichen Stunden. Der Spätburgunder krönt jeden Hauptgang, jedes festliche Mahl. Er ist der klassische Wein zu Rind, Wild und Geflügel. Genießt man ihn zur gefüllten Wachtel mit Sommertrüffelsoße, Wirsing und Maisplätzchen, ist er in bester Gesellschaft.
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